Verrückt nach Meer und mehr
  Reisebericht Nordeuropa 2014
 

Reisebericht:

08.03.2014 Hamburg

Einer Autofahrt recht früh morgens sei Dank, genießen wir eine staufreie Anreise in absoluter Rekordzeit. Bereits in 2,5 Stunden und kurz vor zehn erreichen wir die Hansestadt.
Wir können direkt an das Schiff heranfahren, welches man schon beim Verlassen der Autobahn von weitem erkennen kann.
Da die Koffer erst ab 11 Uhr abgegeben werden können, vertreten wir uns ein wenig die Beine.
Dann ist es auch schon soweit. Erst einmal zusehen, dass wir unser Gepäck loswerden. Dann das Auto in die Tiefgarage am Überseequartier gebracht. Hier bezahlen Kreuzfahrer pro Tag gerade einmal 5 Euro. Das ist wohl mehr als fair! Und freie Plätze sind auch noch zahlreich vorhanden.
Zurück am Schiff, hat sich der Terminal zwischenzeitlich gut gefüllt. Jeden Augenblick startet das Einchecken der Passagiere.
Durch den Clubstatus ist der offizielle Teil sehr schnell erledigt.
Wir gehen an Bord und fahren hoch auf das Pooldeck. Besseres Wetter hätten wir Anfang März in Hamburg nicht haben können.
Und so begeben wir uns auf zwei freie Liegen und unser Sohn kann sich ein wenig austoben.
Irgendwann ist dann Zeit für einen kleinen Mittagssnack. Gegen 14 Uhr ist die Kabinenfreigabe. Unsere Koffer stehen auch schon parat. Also schnell auspacken. Anschließend haben wir uns eine kleine Pause verdient. Nach der technischen Augenpflege ist auch schon bald Zeit für die erste und letzte Pflichtveranstaltung der Reise. Die Seenotrettungsübung steht auf dem Programm. Zum Ablauf sage ich jetzt besser nix, denn sonst rege ich mich nur wieder auf. Irgendwann ist es dann überstanden.
Um 18 Uhr heißt es: Leinen los. Pünktlich zum Sonnenuntergang laufen wir aus.
Es folgen noch das Abendessen und ein Stopp in der Aida-Bar.

09.03.2014 Seetag
Ein für diese Jahreszeit perfekter Seetag. Viel blauer Himmel und ruhige See.

10.03.2014 Le Havre
Über Car del Mar haben wir uns vorab ein Auto reserviert. Der Anbieter vor Ort ist Europcar. Wir haben uns bewusst für diesen Vermieter entschieden, da die Mietstation vom Liegeplatz der Aida in etwa 20 Minuten zu Fuß zu erreichen ist. Nur einmal quasi um das Hafenbecken rum und man ist da. Die Übergabe erfolgt schnell und reibungslos. Unser Französisch ist eher schlecht als recht. Daher sind wir froh, dass die netten Damen mit uns auf englisch kommunizieren.
Unser erstes Ziel soll der Ort Honfleur sein. Nach einer Fahrtzeit von 25 Minuten, u. a. über die beeindruckende "Pont de Normandie" sind wir dort. Das Städtchen ist wirklich sehenswert. Der alte Hafen ist genau so malerisch, wie wir es uns erhofft haben. Und das gute Wetter tut sein Übriges. Wir schlendern gemütlich durch die kleinen Straßen und Gassen.
Weiter geht es gegen Mittag in den Ort Étretat. Dazu müssen wir zu aller erst erneut die Brücke überqueren. Wir fahren nicht über die Autobahn sondern entschließen uns, über Land in Richtung Norden zu gelangen. Und diese Wahl bereuen wir zu keiner Zeit. 
Angekommen in Étretat, fahren wir direkt zum Parkplatz auf den Klippen. Es ist unglaublich schön hier oben. Der Blick auf das Meer und den unter uns liegenden Ort ist der Wahnsinn. Ein paar Wanderwege gibt es auch. Und so vertreten wir uns die Beine in der tollen Natur.
Danach fahren wir runter in den Ort und laufen einmal die Strandpromenade ab. 
Wir haben mit Honfleur und Étretat zwei ganz unterschiedliche Orte gesehen und beide haben uns sehr sehr gut gefallen. 
Am Nachmittag geht es nach Le Havre. Problemlos geben wir das Auto ab und laufen zum Schiff. 
Die Normandie hat uns überzeugt. Und dabei haben wir gerade mal einen kleinen Einblick erhalten dürfen. 

11.03.2014 Southampton
Typisches Schmuddelwetter erwartet uns heute. Zum Glück hält sich der Regen aber in Grenzen. Nur die Temperaturen sind deutlich niedriger als gestern und es weht ein kalter Wind. 
Unser Ziel sind die alten Steine von Stonehenge. Natürlich mal wieder auf eigene Faust und nicht als Massenveranstaltung von Aida.
Von sehr netten Herren wird uns am Hafenterminal der Weg zum Bahnhof erklärt.
Wir machen uns zu Fuß auf. Nach 25 strammen Minuten sind wir auch schon dort. Schnell die Tickets am Schalter gekauft und ab auf den Bahnsteig. Wir haben Glück. Der nächste Zug ist unserer. Wir fahren bis Salisbury. Dort am Bahnhof startet der Bus, welcher uns nach Stonehenge bringen soll.
Auch hier warten wir nicht sehr lange und ab geht die Fahrt.
Es folgt zuerst eine kurze Runde durch Salisbury. Typisches kleines englisches Örtchen. Ganz nett.
Die Fahrt geht recht zügig weiter über Land. Der Fahrer drückt das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Wir sitzen oben im Doppeldecker und hoffen, heil anzukommen. Nach aufregenden 30 Minuten Gesamtfahrzeit sind wir endlich da.
Wir erhalten vom Fahrer die Eintrittskarten und begeben uns zum Eingang. Von hier aus fährt man mit einer Bimmelbahn noch einmal knappe 10 Minuten bis zu dem bekannten Steinkreis. Einmal umrundet geht es auch wieder retour. Einfach zu kalt und ungemütlich. Der Wind pfeift über die offene Landschaft.
Und wenn wir uns nicht beeilen, müssen wir eine ganze weitere Stunde auf den nächsten Bus zurück nach Salisbury warten.
Perfektes Timing. Wir sind noch gerade rechtzeitig beim Bus. Ein weitere rasante Fahrt wartet auf uns.
In Salisbury schauen wir uns ein wenig um, u.a. die Kathedrale.
Am frühen Nachmittag fahren wir mit dem Zug heimwärts nach Southampton. Die Stadt hat nicht wirklich was zu bieten. Aber im Einkaufszentrum haben wir einen Disneystore ausgemacht. So werden wir unsere restlichen Pfund ganz schnell los und Junior hat zwei Kuscheltiere mehr.

12.03.2014 Zeebrügge
Da Zeebrügge außer eines riesigen Industriehafens nichts zu bieten hat, lautet unser heutiges Ziel Brügge.
Unser Plan war es, mit dem Zug dorthin zu gelangen. Da die Schiffsfreigabe sich allerdings verzögern soll und wir dadurch den Zug unmöglich erreichen können, teilen wir uns mit zwei Pärchen spontan ein Großraumtaxi.
Der Fahrpreis für 6 Erwachsene (plus 1 Kleinkind) liegt bei 50 Euro. Das ist vollkommen okay. Und noch dazu werden wir bis direkt auf den Marktplatz vor den Belfried gefahren.
Es gibt so viel zu sehen. Wirklich traumhaft. Das alte Stadtzentrum haut uns aus den Socken. So laufen wir uns mal wieder die Füße wund. Und jeder Meter hat sich gelohnt. Die Stadt ist sehr gepflegt und die zahlreichen, alten Gebäude und Kirchen sind beeindruckend.
Die Rückfahrt treten wir dann wie geplant mit dem Zug an. Vom Hauptbahnhof erreichen wir mit der kleinen Regionalbahn nach 20 Minuten die Endstelle Zeebrügge-Dorp. Ein kurzer Fußweg noch und schon sind wir wieder am Hafeneingang. Mit dem Shuttlebus werden wir zur Aida gebracht, da in diesem Hafen keine Fußgänger erlaubt sind.

13.03.2014 Amsterdam

Bereits früh morgens sind wir auf den Beinen. Wir schauen uns vom Balkon aus die Fahrt durch den Nordseekanal an.
Da die Schleusenvorgänge schneller als geplant laufen, erreichen wir Amsterdam schon eine Stunde eher.
Das Kreuzfahrtterminal befindet sich nahezu direkt in der Stadt. Daher müssen wir heute mal weder Bus oder Bahn fahren.
Dies ist nicht unser erstes Mal in dieser Stadt. Wir lassen uns mit den Touristenströmen einfach durch die Straßen treiben und gehen den letzten Landgang ganz gemütlich an.

14.03.2014 Seetag
Es ist bewölkt, kalt und regnerisch. Eigentlich genau das Wetter, welches man im März in der Nordsee zu erwarten hat.
Für das Pooldeck ist es uns eindeutig zu ungemütlich.
So bleiben wir lieber unter Deck. Unser Sohn hat, wie auch schon im Januar auf der Mar, einen großen Spaß, sich in der Aida-Bar auszutoben. Wir haben Glück, dass hier trotz Seetag und miesem Wetter nicht allzu viel los ist.
Ach ja, und die Koffer wollen auch noch gepackt werden.
Obwohl wir nur auf dem Schiff rumgammeln, vergehen die Stunden des letzten Urlaubstages wie im Flug.

15.03.2014 Hamburg
Ein typischer letzter Morgen an Bord. Hektik im Restaurant, Hektik in der Kabine und leider auch Hektik beim Ausschiffen.
Wir erreichen erst kurz vor der angegebenen Zeit unseren Liegeplatz in der Hafencity. Dann gibt es wohl noch Probleme mit dem Zoll. So müssen wir zum ersten Mal erleben, dass die angegebene Zeit für die Ausschiffung nicht eingehalten werden kann.
Noch eine Stunde nach der eigentlichen Freigabe stauen sich die Passagiere in den Treppenhäusern bis runter auf der Gangway.
Schade, dass der Urlaub so nervig zu Ende gehen muss.
Gut, dass immerhin die Rückreise ebenso stau- und stressfrei abläuft wie die Hinfahrt. Wieder deutlich unter drei Stunden haben wir die Strecke hinter uns gebracht.
Eine tolle Woche liegt hinter uns. Natürlich müssen wir uns auch vielmals beim Wettergott bedanken. So viele Sonnenstunden hatten wir definitiv nicht erwartet.


Fazit:
Sehr interessante Route.
Leider liegen die Ziele bis auf Amsterdam recht weit vom Liegeplatz entfernt.
Die eigentlichen Hafenstädte haben wenig bis gar nichts zu bieten.
Daher ist man entweder auf die Aida-Ausflüge angewiesen oder begibt sich auf eigene Faust per Bus, Bahn, Taxi oder Leihwagen auf Tour.




 


 
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