Verrückt nach Meer und mehr
  Reisebericht TA 2009
 

16.04.2009 Fort Lauderdale
Da wir bereits die beiden vorhergehenden Nächte in Fort Lauderdale verbracht haben, können wir den Morgen sehr ruhig und entspannt angehen. Nach dem Frückstück legen wir uns noch ein wenig an den Strand und schwimmen ein letztes Mal im Atlantik. 
Gegen Mittag machen wir uns dann auf den Weg zum Flughafen - Leihwagen zurückbringen.
Wie gewohnt, ist dies innerhalb weniger Minuten vollbracht und der kostenlose Shutte bringt uns zum Port Everglades.
Leider zieht sich das Einchecken noch ein wenig hin, angeblich wegen technischer Probleme.
Sobald dann aber endlich alle Systeme laufen, sind wir in kürzester Zeit an Bord. 
Die Kabine ist auch schon bezugsfertig. Somit deponieren wir erst einmal unsere Wertsachen im Tresor und setzen uns auf den Balkon - zum ersten Mal überhaupt haben wir uns eine Balkonkabine gegönnt und wir sind total begeistert.
Da wir die baugleiche Voyager of the Seas kennen und erst im November mit der größeren Liberty OTS gefahren sind, ist ein Schiffsrundgang sehr schnell erledigt.
Es wird Zeit für eine kleine Stärkung im Windjammer Restaurant. Wie immer am ersten Tag zwar ein wenig hektisch, aber das stört uns nicht weiter. 
Auch die nervige Seenotrettungsübung bringen wir hinter uns. 
Somit begeben wir uns auf Deck 12 und verfolgen das Auslaufen aus dem Hafen von Fort Lauderdale.

17.04. - 23.04.2009 Seetage
Die beiden ersten Tage sind vom Wetter und den Temperaturen her perfekt. Wir lassen die Seele baumeln und uns die Sonne auf den Bauch scheinen.
Einziges Manko: Es gibt keine Corona-Flaschen mehr auf dem Pooldeck. Aus Plastikbechern geht das ja man gar nicht . “Was sollen wir trinken, sieben Tage lang, was sollen wir trinken, so ein Durst!”
Die folgenden vier Seetage verbingen wir zum größten Teil auf dem Sportsdeck mit Tischtennis, Basketball und Fussballspielen. 
Der letzte Tag auf See ist sehr windig. Auf dem Pooldeck gibt es nur wenige (bereits belegte) Stellen an denen man es aushalten kann und Sport ist auch nicht möglich. Wir haben Glück, daß unser Balkon auf der windgeschützten Seite liegt und so ziehen wir uns dorthin zurück.

24.04.2009 Teneriffa
Land in Sicht!!!!
Wir verlassen zeitig das Schiff und nehmen uns einen Leihwagen. Da uns der nördliche Teil der Insel noch unbekannt ist, starten wir von Santa Cruz in Richtung San Andres. Einen ersten Stop legen wir an der Playa de las Teresitas ein. Man merkt zwar, daß der Strand künstlich angelegt wurde, aber dennoch ist die Bucht sehr schön und traumhaft feinsandig.
Weiter geht unsere Fahrt über enge und kurvenreiche Straßen hinauf ins Anaga-Gebirge. Wir besuchen die Dörfer Taganana, Almaciga und Benijo und lassen das Panorama auf uns wirken. Anschließend setzen wir unsere Fahrt fort in Richtung Las Mercedes und La Laguna. Zwischendurch stoppen wir an den verschiedenen Miradors und blicken über die Schluchten des Anaga-Gebirges bis hinüber zum Teide. 
Da mittlerweile einige Wolken aufgezogen sind, entschießen wir uns, das ursprüngliche Vorhaben, zum Teide zu fahren, aufzugeben und fahren zurück ins weiterhin sonnige Santa Cruz.
Zu Fuß erkunden wir die Stadt bevor es leider viel zu früh schon wieder auf´s Schiff geht.
Die Ausfahrt geniessen wir auf dem Pooldeck.

25.04.2009 Seetag
Heute haben wir mit Abstand den kältesten und stürmischsten Tag der gesamten Reise. Daher verbringen wir den Tag größtenteils auf der Kabine, da wir mal wieder Glück haben und unser Balkon windgeschützt ist.

26.04.2009 Lissabon
Wir stehen wieder zeitig auf und sind zur Einfahrt in den Tejo bereits im Bug des Schiffes auf Deck 5. Außer uns ist noch niemand dort. "Ich bin der Herr der Welt!"
In der Ferne ist schon die Hängebrücke “Ponte de 25 Abril” zu erkennen. Trotz nicht gerade angenehmen Temperaturen und eisigem Wind halten wir es sehr lange auf unserer Position aus und wir verfolgen gebannt die Fahrt auf dem Tejo. Pünktlich machen wir im Hafen fest.
Mit dem Shuttebus lassen wir uns in die Stadt bringen. Wir starten unsere Erkundungstour am Pracio do Comercio und laufen durch die Straßen der Stadt. Natürlich darf auch eine Fahrt mit dem Aufzug “Elevador de Santa Justa” in die Oberstadt Bairro Alto nicht fehlen. 
Anschließen erklimmen wir die zum Teil sehr steil ansteigenden Gassen und Treppenaufgänge auf unserem Weg empor zum Castelo de Sao Jorge. Wir haben einen tollen Blick auf die Stadt, den Tejo und unser Schiff. Der Abstieg führt uns durch den ältesten Teil der Stadt, die Alfama. Die alten Straßenbahnen schrauben sich sehenswert die engen Straßen hinauf und hinab. Jedes Haus und jede Ecke ist einfach genial!!!
Da allerdings die Zeit schon wieder weit fortgeschritten ist, begeben wir uns alsbald mit dem Shuttebus zurück zum Hafen, denn wir haben noch lange nicht alles gesehen, was wir uns vorgenommen haben. Und so geht es von hier aus zu Fuß entlang des Tejoufers zum “Padrao dos Descobrimentos”, dem Denkmal der Entdeckungen und zum Jeronimokloster. Der Weg hat sich absolut gelohnt und wir machen uns voller neuer Eindrücke einer wirklich sehenswerten Stadt zurück aufs Schiff.

27.04.2009 Cadiz
Über Royal Caribbean haben wir den reinen Transfer nach Sevilla gebucht. Wir haben knapp drei Stunden Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Ausgangspunkt ist der Platz “Puerta de Jerez”. Unser Weg führt zuerst zur Kathedrale. Doch bereits auf dem Weg dorthin gibt es zahlreiche Gebäude und Gassen, die uns sehr beeindrucken. So sind schnell die ersten 50 Fotos geschossen.
Das Highlight der Stadt ist dann aber zweifelsohne die Kathedrale. Wir umrunden diese und machen währenddessen einige Abstecher in die angrenzenden Gassen. Durch verschiedene Gärten und Parkanlagen gelangen wir schließlich zum Plaza de Espana. Bevor es für uns langsam auf den Rückweg zum vereinbarten Treffpunkt geht, machen wir noch einen Abstecher zum Palacio de San Telmo, einem weiteren prachtvollen Gebäude der Stadt. Da wir noch einige wenige Mminuten Zeit haben bis zur Abfahrt pfeiffen wir uns schnell ein leckeres Bocadillo mit Chorizo-Salami rein und gut gestärkt treten wir die Rückfahrt nach Cadiz an.

28.04.2009 Malaga
Heute haben wir wieder einen Ausflug gebucht. Diesmal zur Alhambra nach Granada. Die Fahrt dauert gut eindreiviertelstunde, doch gerade die Ausblicke auf die schneebedeckten Hänge der Sierra Nevada lassen die Zeit dorthin wie im Fluge vergehen. Angekommen besichtigen wir zunächst die beeindruckenden Gärten “Generalife”. Anschliessend geht es vorbei an den Festungsmauern der Alcazaba zu den einzelnen Palästen. Die Bauten im maurischen Stil sind wirklich beindruckend. Einfach Klasse! Innen gespickt mit islamischer Kunst lassen sie einen schwelgen in den Märchen von 1000 und einer Nacht. Nach einem leckeren Mittagessen mit viel Wein geht es zurück Richtung Schiff. Einen tollen Tag lassen wir gemütlich in den Bars ausklingen.

29.04.2009 Seetag
Was für ein perfekter Tag. Null Wind auf dem Pooldeck, dafür Sonne satt und absolut angenehme Temperaturen!!! Bis 14 Uhr liegen wir auf der faulen Haut bevor es uns noch ein letztes Mal auf dieser Reise auf das Sportdeck verschlägt. Eine Stunde Tischtennis und ein Fussballturnier später sind wir dann zurück auf dem Pooldeck und lassen uns ein kühles Bierchen bei guter Reggae-Musik schmecken.
Die Koffer sind schnell gepackt und wir starten in unseren letzten Abend an Bord. Wie immer schmecken die Cocktails in der Viking Crown Lounge vorzüglich!!!

30.04.2009 Barcelona
Mit uns im Hafen liegen drei weitere Kreuzfahrtschiffe. Zwei davon haben wir bereits in den vorangegangenen Häfen getroffen. Das dritte Schiff ist eine alte Bekannte und um so schöner ist es, sie mal wiederzusehen: Die Aida Cara!!! 
Da wir zwar absolute Fans von Barcelona sind, aber auch schon alle Sehenswürdigkeiten mehr als einmal gesehen haben, haben wir uns für die RCI-Tour nach Montserrat inklusive anschließendem Airport Drop-Off entschieden. 
Wie wir am Vortag erfahren haben, wurde die Startzeit des Ausfluges um eine halbe Stunde nach vorne verlegt. Nur leider hat´s bei der Kofferlogistik ein wenig gehakt und so sind wir im Endeffekt knapp eine Stunde später losgefahren als ursprünglich geplant. Da unser Busfahrer am Nachmittag dann auch noch einen zweiten Fahrauftrag hat und gemäß Vereinbarung die Gäste kurz nach 13 Uhr am Flughafen sein sollen, haben wir ganze 60 Minuten Auffenthalt in Montserrat . Zu allem Überfluß findet auch noch ausgerechnet in dieser einen Stunde eine Messe statt, so daß uns ein Blick auf die schwarze Madonna verwehrt bleibt. Dennoch oder gerade deshalb können wir sagen, daß wir auf jeden Fall noch einmal wiederkommen möchten um dann einen kompletten Tag in den Hügeln rund um das Kloster zu verbringen. Denn die Landschaft ist wirklich atemberaubend schön!!!
Tja, und so sind wir dann auch tatsächlich kurz nach 13 Uhr am Flughafen und müssen knappe drei Stunden warten, bis Air Berlin seine Schalter zum Einchecken öffnet.
Der erste Flug von Barcelona startet pünktlich in Richtung Palma de Mallorca. Dort angekommen ist das Boarding für die Dortmund-Maschine bereits so gut wie abgeschlossen und es wird lediglich auf uns Transitpassagiere gewartet. Auch dieser zweite Flug ist absolut pünktlich und landet plangemäß in DTM.
Aufgrund der kurzen Aufenthaltszeit in Palma haben es allerdings die Koffer nicht rechtzeitig mit uns in die Maschine geschafft und mussten somit eine Nacht auf Mallorca verbringen. 
Und so machen wir uns lediglich mit unserem Handgepäck auf den Weg nach Hause.

Fazit:
Dem absolut ruhigen Seegang auf den 7 Tagen der Atlantiküberquerung und unserer sehr angenehmen Balkonkabine (6260) sei Dank würden wir nicht im geringsten zögern, noch einmal eine solche Reise anzutreten.

 
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