Verrückt nach Meer und mehr
  Reisebericht Ostsee 2010
 

07.06.2010 Warnemünde
Anreise mit der Deutschen Bahn von DO über Hamburg und Rostock bis zu unserem Zielbahnhof Warnemünde.
Nach gut 5,5 Stunden Fahrt sehen wir bei der Einfahrt in den Bahnhof von Warnemünde bereits von Weitem die Norwegian Sun. Aber sie ist nicht das einzige Schiff, welches im Hafen liegt.
Heute ist einer der wenigen Vierfachanläufe des Jahres. So sind ebenfalls die Azamara Journey, die Grand Mistral und die Sea Cloud II vor Ort.
Doch zunächst einmal begeben wir uns vom Bahnhof auf den etwa 10minütigen Fußmarsch zum Cruisecenter. Da der eigentliche Basishafen Dover ist und lediglich 100 deutsche Kreuzfahrttouristen die Möglichkeit genutzt haben, über Dertour den Zustieg in Warnemünde zu buchen, ist der Check In zügig erledigt und wir können auch sofort unsere Innenabine 10313 auf dem Norway Deck beziehen. Schnell sind die Koffer ausgepackt und wir genehmigen uns leckere Pasta im Pacific Heights Restaurant.
Das Schiff ist menschenleer. Die Mehrheit wird sich auf den Weg in Richtung Berlin gemacht haben.
Trotz Regen wollen wir eine erste kurze Besichtigungstour durch Warnemünde starten. Wir schlendern entlang des Kanals “Am Strom”. Bei gutem Wetter könnte man das bunte Treiben aus einem der zahlreichen Restaurants und Cafes bewundern oder ein leckeres Fischbrötchen genießen, wie gesagt “bei gutem Wetter”.
So gehen wir weiter in Richtung Leuchtturm und bis zum Ende der Hafeneinfahrt.
Genervt vom Regen machen wir uns alsbald vorerst auf den Rückweg zum Schiff.
Zumal uns um 16 Uhr die Seenotrettungsübung für alle Dertour-Gäste erwartet. Im Nachhinein hätte man an diesem Treffen überhaupt nicht teilnehmen müssen.
Innerhalb kürzester Zeit wird uns das Anlegen der Rettungsweste erklärt - fertig. Wie wir feststellen müssen, sind wir unter den deutschen Gästen so quasi mit Abstand die jüngsten an Bord. Viele der Mitreisenden scheinen zum ersten Mal an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu sein und stellen dem Dertour-Reiseleiter eine Menge lustiger Fragen. Nach einigen Minuten beschließen wir, die Veranstaltung zu verlassen und hoffen, daß so langsam eine Wetterbesserung eintrifft.
Schließlich haben wir bis zum Auslaufen um 22 Uhr noch eine Menge Zeit und wollen weiter die Stadt erkunden.
Trotz weiterhin Dauerregen gehen wir erneut von Bord und setzen den Rundgang fort.
Zum Abendessen begeben wir uns kurz wieder zurück auf die Sun und gehen dann noch einmal frisch gestärkt runter zum Cruisecenter. Endlich hat auch der Regen aufgehört.
Zwischenzeitlich wird die Sea Cloud II mit “Time to say Goodbye” verabschiedet.
Ein Shantychor singt Seemannslieder und an Pier 7 kann man sich lecker ein gut gekühltes Bier schmecken lassen. Dazu gibt es ein Schlepperballett und pünktlich zu unserem Auslaufen dann als Höhepunkt ein Feuerwerk.
Wirklich toll, was sich Warnemünde da für die Kreuzfahrttouristen hat einfallen lassen.

08.06.2010 Seetag
Uns erwartet ein strahlend blauer Himmel und die Temperaturen sind auch halbwegs erträglich.
Ist halt nicht Karibik, aber mit Jeans und Pulli kann man es sehr gut im Freien aushalten.
Da uns das Garden Cafe eindeutig zu überlaufen ist, frühstücken wir heute zum ersten Mal im Great Outdoor Cafe. Wie nicht anders zu erwarten, verläuft sich kaum jemand hierhin und wir haben beinahe das ganze Heck für uns.
Nach einem gelungenen Start in den Tag machen wir uns bereit für das Pooldeck. Auch hier ist es noch menschenleer, trotz weiterhin wolkenlosem Himmel und wenig Wind.
Wir suchen uns ein nettes Plätzchen auf Deck 12 mit Blick auf den Poolbereich.
Hier laufen bereits die Vorbereitungen für den German Frühschoppen. Zum Mittagessen gibt es deutsche Kost, u.a. Kartoffelsalat, Heringsstipp und jede Menge Fleisch vom Grill.
Gegen Nachmittag brechen wir dann unsere Zelte im Aussenbereich ab und machen uns langsam frisch fürs Abendessen. Hierzu haben wir uns für das Pacific Heights Restaurant entschieden. Neben den Hauptrestaurants das einzige Bedienrestaurant ohne Zusatzkosten. Es werden leichte, kalorien- und fettarme Gerichte serviert. Der Service ist zwar sehr unfreundlich, aber das Essen sehr lecker.
Den weiteren Abend verbringen wir in der Observation Lounge.

09.06.2010 Tallinn
Es ist zwar leicht bewölkt, aber die Sonne kommt immer wieder mal zum Vorschein und die Temperaturen sind auch ganz akzeptabel. Hauptsache kein Regen
Nach dem Frühstück, welches wir heute erneut - wie auch an allen weiteren Tagen unsere Reise - im Great Outdoor Cafe genossen haben, begeben wir uns auf den Weg in die Stadt.
Da Tallinn sehr überschaubar ist, wollen wir die Unterstadt und den Domberg zu Fuß erkunden.
Wir durchstreifen die Gassen und lassen den mittelalterlichen Touch der Stadt auf uns wirken.
Wirklich alles gepflegt und sehr schön.
Von den Aussichtsterassen des Dombergs hat man eine schöne Aussicht über die Stadt und den Hafen.
Da die Preise in den Restaurants doch ziemlich heftig und die Wege kurz sind, gehen wir zum Mittag zurück auf die Norwegian Sun. Nach kurzer Stärkung und ein wenig Zeit zum Ausruhen ziehen wir noch einmal los. Mittlerweile sind die Restaurants rund um den Rathausplatz sehr gut gefüllt. Die Bedienungen laufen in typisch mittelalterlichen Kostümen herum und durch den Charme der Stadt fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt.
Auf dem Weg zurück durch den Hafen schauen wir bei den diversen Andenkenhändlern vorbei und mit Blick auf die Sun schmeckt auch ein kühles estnisches Saku Originaal.

10.06.2010 1. Tag St. Petersburg
Wir stehen in aller Frühe auf, da wir das Einlaufen nicht verpassen wollen.
Leider ist es recht diesig und da wir im neuen Kreuzfahrthafen festmachen auch sehr unspektakulär.
Unser gebuchter Ausflug zum Katharinenpalast startet erst zum Mittag. So haben wir reichlich Zeit, ein ausgiebiges Frühstück einzunehmen und den Vormittag an Bord relaxed zu verbringen.
Voller Vorfreude erwarten wir dann endlich den Start unserer Tour. Die Einreiseformalitäten sind schnell erledigt und die Fahrt ins etwa 25 Kilometer entfernte Zarendorf Puschkin kann startet.
Wer hätte damit gerechnet, daß wir auf dem Hinweg 2,5 Stunden unterwegs sind. Die Stadt und später auch die Autobahn sind komplett dicht, das totale Verkehrschaos. Dafür bekommen wir einen ausgiebigen Eindruck von der Stadt während unserer Stop-and-Go Fahrt durch die Straßen von St. Petersburg.Vor allem der lange Moskovskiy Prospekt hat viel zu bieten.
Eigentlich ist der gesamte Ausflug nur für 5 Stunden angesetzt, also die reine Fahrtzeit, aber zum Glück haben wir genügend Zeit, den Palast zu besuchen. Sehr beindruckend aber auch ziemlich kitschig und absolut übertrieben. Goldverzierungen wohin man nur schaut. Nicht kleckern, sondern klotzen ist angesagt!!!
Das Bernsteinzimmer geht da völlig unter. Nur ein Zimmer von vielen bei unserer Besichtigungstour.
Hätten wir uns irgendwie spektakulärer vorgestellt. Fotos darf man hier natürlich auch keine machen.
Wenn man schon mal da ist, ist der Katharinenpalast auf jeden Fall ein Must See.
Zu unserem Glück verläuft die Rückfahrt zum Hafen deutlich schneller als der Hinweg.
Da wir für den Abend keinen weiteren Ausflug gebucht haben und man ansonsten ohne Visum nicht vor Bord darf, lassen wir den Tag in der Observation Lounge ausklingen. Sind zwar noch nicht die weissen Nächte von St. Petersburg, dennoch scheint es heute nicht dunkel werden zu wollen.
Nach Mitternacht gehen wir auf unsere Kabine. Schließlich startet morgen bereits in aller Frühe unser Ganztagesausflug.
Leider wird die heutige Nacht jedoch alles andere als erholsam. Besser gesagt, so etwas haben wir bisher noch nie erleben müssen auf unseren mittlerweile doch zahlreichen Kreuzfahrten:
Kurz vor dem Einschlafen stellen wir starken Geruch von Schweröl in unserer Innenkabine fest. Wir gehen davon aus, daß der Geruch sich bald wieder verzieht und wir schnell einschlafen können. Aber statt dessen wird die Geruchsbelästigung immer stärker. Je länger man in der Kabine bleibt, desto weniger nimmt man den Gestank irgendwann nur noch wahr. So begeben wir uns für einige Minuten auf den Gang um frische Luft zu schnappen und danach feststellen zu müssen, daß die Belästigungen in der Kabine es unmöglich machen, hier zu schlafen. Wir begeben uns zur Rezeption, wo bereits weitere Personen ähnliche Probleme wie wir haben. Leider nehmen uns die “netten” Rezeptionisten nicht ernst. Heute nacht läuft der Bunkervorgang und die Gerüche sind total normal heißt es. Obwohl zugesichert, läßt sich niemand von NCL auf unserer Kabine sehen, um selbst eine “Geruchsprobe” zu nehmen. So gehen wir nach weiteren 15 Minuten erneut zur Rezeption. Die Zwischenzeit haben wir gefrustet auf dem Gang verbracht, da ein längerer Auffenthalt im Inneren der Kabine nicht zu ertragen ist und unweigerlich zu Kopfschmerzen führt. Wir verlangen eine Ersatzkabine für die Nacht, welche wir nach langem Hin und Her auch endlich bekommen. Die Crew scheint das Problem mit der Belüftung während des Bunkerns bestens zu kennen, geht aber gekonnt darüber hinweg. Es ist ein Unding, wie so mit den Passagieren umgegangen wird. Wir sind nur heilfroh, heute erst spät ins Bett gegangen zu sein, sonst hätten wir bereits geschlafen und uns am nächsten Morgen über die Übelkeit und Kopfschmerzen gewundert.
Gegen 2 Uhr liegen wir endlich in einem geruchsfreien Bett auf Deck 7 und haben noch ganze 4 Stunden Schlaf vor uns.

11.06.2010 2. Tag St. Petersburg
Da der Bunkervorgang immer mehrere Stunden in Anspruch nimmt, haben wir heute früh bei unserer Rückkehr in die eigene Kabine natürlich noch immer denselben starken Schwerölgestank wie letzte Nacht.
Schnell wird geduscht und sofort fluchtartig die Kabine zum frühstücken verlassen.
Hundemüde warten wir im Theater auf den Start unserer Tour.
Mit dem Doppeldeckerbus geht es auf Stadtrundfahrt vorbei an den wichtigsten und beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg.
Zwischendurch haben wir knapp drei Stunden Freizeit, die wir nutzen, um die Stadt eigenständig zu Fuß zu erkunden.
Den Abschluß des Tages bildet der Besuch der Eremitage. Gemälde der bekanntesten europäischen Künstler sind hier ausgestellt, u.a. da Vinci, Picasso, Matisse und Rembrandt. All diese Kunstwerke wurden seinerzeit von Katharina der Großen erworben und hier zusammengetragen.
So langsam macht sich bei so viel Kultur die Müdigkeit breit. Wir hatten schließlich nur eine sehr sehr kurze Nacht. Des weiteren ist es nicht gerade erleichternd, wenn man den ganzen Tag in einem Doppeldeckerbus mit Plexiglasdach allerdings ohne Klimaanlage verbringt.
Wir haben einen wundervoll sonnigen und warmen Tag erwischt, viele neue Eindrücke einer absolut großartigen und beeindruckenden Stadt gesammelt, aber nach 8 Stunden Stadterkundung sind wir froh, als wir abends endlich wieder an Bord sind und für eine Weile geschafft ins Bett fallen können.
Später abends stehen wir noch einmal auf, da wir unbedingt die Fahrt vorbei an Kronstadt sehen möchten.
Leider regnet es in Strömen, so daß wir uns dazu entscheiden, im Trockenen zu bleiben und die Kamera auf der Kabine zu lassen. Ganz schön unheimlich die Fahrt entlang Kronstadt mit all den Befestigungs- und Verteidigungsanlagen und alten Kriegsschiffen.  Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!!!

12.06.2010 Helsinki 
Nach zwei Tagen in St. Petersburg hat es Helsinki schwer, uns zu beeindrucken.
Noch dazu zeigt sich das Wetter nicht gerade von seiner besten Seite.
Zu Fuß machen wir uns bei Nieselregen auf den recht langen Weg vom Kreuzfahrtterminal Hernesaari im Süden ins Zentrum der Stadt.
Nach 45 Minuten erreichen wir die ersten Sehenswürdigkeiten. Wir schlendern durch die Fußgängerzone, statten der Uspenski-Kathedrale und der Domkirche einen Besuch ab bevor wir weiter ziehen auf den Marktplatz. Hier herrscht reges Treiben. Neben diversen Andenkenbuden gibt es einige Stände mit leckeren Fischgerichten. Wir setzen unseren Weg fort in Richtung Felsenkirche. Von außen total unspektakulär, von innen umso einzigartiger. So eine Kirche sieht man nicht alle Tage.
Zwischendurch noch ein eher zufälliger Abstecher zum Harley-Treffen auf dem Bahnhofsplatz.
Da der Himmel endlich aufgeklärt hat, gehen wir noch einmal zur Domkirche. Danach treten wir am Wasser entlang unseren Rückweg zur Norwegian Sun an. Es geht vorbei am Fährhafen, dem Olympiaterminal, durch den Kaivopuisto-Park und weiter durch den Jachthafen. Mittlerweile haben wir zwar blauen Himmel aber der Wind hat kräftig an Stärke zugelegt. Der Fußmarsch wird zur Kraftprobe, da wir irgendwie bei jedem Schritt Gegenwind haben. Ziemlich geschafft nach vielen zurückgelegten Kilometern gehen wir zurück an Bord der Sun. Eine Kräftigung haben wir uns redlich verdient und so genehmigen wir uns heute mal wieder die leckere frische Pasta aus dem Pacific Heights Restaurant.
Die Hafenausfahrt erleben wir im Great Outdoor Cafe, wo wir uns einen halbwegs windgeschützten Platz suchen.
Wenn da nur nicht so viele Mitreisende an Bord wären, die ständig die Möwen füttern müssen!
 
13.06.2010 Stockholm 
Wir liegen nicht direkt in Stockholm, sondern etwa eine gute Stunde ausserhalb vor Nynäshamn auf Reede.
So kommen wir leider nicht in den Genuß einer Fahrt durch die Schären bis direkt hinein in die Stadt.
Wir haben beschlossen, in aller Frühe aufzubrechen und auf eigene Faust mit dem Zug nach Stockholm zu fahren.
Die Fahrt gestaltet sich abwechslungsreich und vergeht sehr schnell.
In Stockholm angekommen, spazieren wir über die Insel Riddarholmen, wo heute ein mittelalterliches Fest stattfindet. Danach geht es durch die engen Gassen von Gamla Stan und vorbei am königlichen Schloß. In jedem Andenkenladen sind schon die diversen Artikel zur Hochzeit von Kronprinzessin Victoria erhältlich.  
Wir gehen weiter zu den Inseln Skeppsholmen und Kastellholmen. Hier liegen diverse alte aber sehr gepflegte Boote und man kann zumindest aus der Ferne einen Blick auf das Vasa-Museum werfen. Zeit zur Besichtigung haben wir leider nicht.
Die Stadt ist sehr schön und wir hätten gern ein paar Stunden mehr gehabt um sie zu erkunden.
Da wir aber die Zugfahrt mit einkalkulieren müssen und nicht unbedingt den letzten Tender erwischen wollen, müssen wir alles im Schnelldurchgang erledigen und fahren zeitig zurück nach Nynäshamn. Hier schlendern wir noch etwas durch den kleinen Ort bevor wir wieder zur Sun übersetzen.

14.06. - 15.06.2010 Seetage
Die beiden Tage auf See gestalten sich recht wechselhaft.
So haben wir von Sonnenschein und blauen Himmel bis zu kurzen Regenschauern alles dabei. 
Höhepunkt ist die Passage der Storebælt-Brücke.
Wir lassen die Tage ruhig angehen, sitzen solange es das Wetter ermöglicht, auf dem Pooldeck und verbringen die übrige Zeit vornehmlich in der Observation Lounge mit Blick auf den Ozean.
Wir nutzen die Zeit, um unsere vom vielen Laufen lahmen Füße zu regenerieren und die vielen neuen Eindrücke sacken zu lassen. Ist schon was anderes, einen reinen Sightseeingurlaub zu machen als ein paar fröhliche Tage in der Karibik zu verleben!


16.06.2010 Dover 
Uns erwartet die britische Insel mit perfektem Wetter und die Temperaturen sind auch sehr angenehm.
Wir machen uns - natürlich mal wieder zu Fuß - auf den Weg zum Bahnhof. Von hier aus fahren wir mit dem Zug ins
etwa 20 Minuten entfernte Canterbury.
Es ist unser allererster Besuch in England überhaupt. Umso begeisterter sind wir von dem, was uns erwartet.
Canterbury ist eine typisch englische Stadt, so wie man sie sich vorstellt, mit gemütlichen kleinen Gassen und viel Charme. Besonders schön sind die vielen erhaltenen mittelalterlichen Gebäude, allen voran natürlich die Kathedrale, welche für uns eine der schönsten Kirchen darstellt, die wir bisher besichtigen durften.
Wir spazieren entlang der alten Stadtmauer und statten auch dem Castle einen kurzen Besuch ab. Einfach eine tolle Kleinstadt.
Wieder zurück in Dover steht nun der Besuch vom Dover Castle an. Dieses befindet sich hoch über der Stadt, was einen doch recht anstrengenden Aufstieg bedeutet, wenn man überlegt, wie viele Kilometer wir heute schon wieder abgelaufen sind.
Vom Castle hat man einen tollen Blick über die Stadt und den lebhaften Hafen mit den vielen Fähren, welche zwischen Dover und dem Festland pendeln. Zudem sind einige Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg originalgetreu dargestellt. Das Castle selbst sprüht auch nur vor Charme, sodass wir von diesem Tag in England wirklich begeistert sind.
Die Hafenausfahrt wird dann zu einem schwierigen Unterfangen, mit 2 Stunden Verspätung und zwei Schleppern, die uns aufgrund des Starkwindes von der Kaimauer ziehen, starten wir gen Kopenhagen. Vorbei an den beeindruckenden Felsen von Dover lassen wir einen herlichen Tag ausklingen.

18.06.2010 Kopenhagen  
Leider liegen wir nicht so schön zentrumsnah an der Langelinie wie wir es von unserer Reise mit der Aida Blu kennen sondern weit entfernt im Freihafen. Aber an lange Fußmärsche sind wir ja bereits bestens gewöhnt.
Wir kennen zwar bereits alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, dennoch machen wir erneut einen beinahe kompletten Stadtrundgang. Auf unserem Weg liegen u. a. die drei Stadtschlösser, die Fußgängerzone und natürlich Nyhavn. 
Da aber Fußball-WM ist und heute die deutsche Mannschaft gegen den Gruppengegner Serbien ranmuß, sind wir pünktlich zum Anpfiff wieder zurück an Bord. Hätten wir den Spielausgang vorher gewußt, hätten wir natürlich die Stunden lieber in der Stadt verbringen können...
Da es unser letzter Abend ist, steht abends noch das nervige Kofferpacken auf dem Programm. Danach verbringen wir noch ein paar Stunden in der Observation Lounge, so wie wir es fast jeden Abend getan haben.

19.06.2010 Warnemünde
Obwohl die Sun quasi menschenleer ist, da sich der Großteil der Gäste auf dem Weg nach Berlin befindet, müssen wir bereits sehr früh runter von Bord.
Die Zugfahrt verläuft planmäßig und ohne Zwischenfälle.


Fazit:
Sehr schöne Reise zu absolut interessanten und beeindruckenden Städten.
Leider läßt der Service und die Freundlichkeit von NCL etwas zu wünschen übrig.
Das Schiff als solches ist absolut okay, wenn man die nächtliche Geruchsbelästigung in der Kabine  
vergißt.
Der Altersdurchschnitt auf dieser Reise ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr hoch.
Daher ist abends an den Bars absolut tote Hose, zumal noch keine Sommerferien sind.
Positiv zu erwähnen ist der Gästeservice unseres Dertour-Reiseleiters, der nur leider auch nicht immer Gehör findet bei der Besatzung von NCL- schade... daher fahren wir vorerst lieber mit anderen Gesellschaften, die noch kundendienlich sind und Interesse an glücklichen Reisenden haben.
Denn wir haben auch Gefühl, daß NCL es nicht nötig hat, die deutschen Gäste an sich zu binden.

 
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